Mit seiner neuesten Eskapade hat Colin Farrell den Zorn von Oliver Stone auf sich gezogen. Nur drei Tage vor Ende der Dreharbeiten zum Historienepos "Alexander" hat sich der Hauptdarsteller verletzt. Wahrscheinlich hätte sich Herr Stone weniger entrüstet gezeigt, wenn Colin bei einer Action-Szene vom Pferd gestürzt wäre - aber der temperamentvolle Ire ist lediglich mal wieder seinem Ruf gerecht geworden: Val Kilmer hatte die gesamte "Alexander"-Crew in Thailand zu einer Party geladen und Colin amüsierte sich wie immer köstlich - bis er schwer alkoholisiert eine Treppe runterstürzte und in Ohnmacht fiel. Als der Schluckspecht wieder zu sich kam, hatte er sich nicht nur den Knöchel, sondern auch das Handgelenk gebrochen. Cheers, Colin! Oliver Stone war außer sich. Vor allem, da er die Schluss-Szenen bereits zum zweiten Mal drehte: Der Regisseur hatte das Ende eigentlich schon im Kasten, doch die Bänder hielten den Sicherheitsgeräten am Flughafen von Bangkok nicht stand. Auch wenn er anfangs andauernd über den jugendlichen Leichtsinn seines Hauptdarstellers stöhnte, war Oliver Stone schon bald wieder von Stehaufmännchen Farrell begeistert: "Colin hat es ein bisschen zu weit getrieben, aber er hat gerade noch mal die Kurve gekriegt. Der Ire hat was Archaisches an sich und ich bin wirklich zufrieden mit ihm." Colin Farrell selbst soll einmal gesagt haben: "Wenn ich jemals so viel trinke, dass ich am nächsten Tag nicht arbeiten kann, sollte mir jemand bescheid sagen." Bisher ist der bekennende Biertrinker glimpflich davon gekommen.