Der Präsident des deutschen Bundesligisten TSV 1860 München, Karl-Heinz Wildmoser, ist am Dienstag verhaftet worden. Wildmoser soll in einen Bestechungsskandal rund um den Bau des neuen Münchner Fußballstadions Allianz-Arena verwickelt sein. Auch Sohn festgenommen Neben Wildmoser wurden bei den Hausdurchsuchungen auch dessen Sohn und zwei weitere Beschuldigte festgenommen. Der zuständige Ermittlungsrichter erließ wenig später Haftbefehl gegen den 1860-Präsidenten. Auch gegen die drei anderen Beschuldigten wurden Haftbefehle beantragt. Es gehe um Vorwürfe der Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung, sagte eine LKA-Sprecherin. Bayern-Büro durchsucht Die Polizei hatte am Dienstagvormittag in München die Räumlichkeiten der Fußballklubs TSV 1860 und FC Bayern durchsucht. Der FC Bayern stehe aber nicht im Visier der Ermittlungen, dort sei nur nach möglichen Beweismitteln gesucht worden, betonte das LKA. Auch die Wohnungen des TSV-Präsidenten und seines Sohnes Karl-Heinz Wildmoser junior wurden durchsucht. Der Sohn ist einer der beiden Geschäftsführer der ebenfalls durchsuchten Allianz Arena München Stadion GmbH, die der FC Bayern und der TSV 1860 als gemeinsame Betreibergesellschaft für das neue Stadion errichtet hatten. Beim TSV 1860 ist der Wildmoser-Sohn Geschäftsführer der Fußballabteilung. Österreichische Baufirma Der Bayerische Rundfunk berichtete, Wildmoser und sein Sohn hätten die Schmiergelder von dem Hauptauftragnehmer, der österreichischen Baufirma Alpine, bekommen. Die Wildmosers hätten vertrauliche Informationen aus der Ausschreibung an die Baufirma weitergegeben, worauf diese den Zuschlag bekommen habe. In dem Stadion soll das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 stattfinden. Klub "weiter handlungsfähig" "Geschäftsstelle vorübergehend geschlossen" stand am Dienstag auf einem Schild am Eingang zum TSV 1860. Der Klub hob in einer Erklärung jedoch hervor, dass er mit seinen beiden Vizepräsidenten Paul Wonhas und Kurt Sieber und der sonstigen Struktur weiterhin voll handlungsfähig sei. Von den Ereignissen "überrascht" Man sei von den Ermittlungen gegen den Präsidenten und dessen Sohn "überrascht" worden. Der Verein bestätigte in einer Pressemitteilung die Durchsuchung der Geschäftsräume, erklärte aber auch, dass sich die Ermittlungen nicht gegen den Klub richteten. "Diese ganze Geschichte hat mit dem Verein nichts zu tun. Das ist ein Verfahren gegen eine Person, nicht gegen den Verein", sagte Sportdirektor Dirk Dufner am Dienstag in München. "Die Geschäftsführung läuft ohne Unterbrechung, von beiden Vizepräsidenten geleitet", so Dufner. Das gelte in gleicher Weise für die GmbH & CoKGaA. Die Geschäftsführung bestehe neben Geschäftsführer Karl-Heinz Wildmoser junior aus Geschäftsführer Detlef Romeiko, Dufner sowie aus Walter Leidecker, dem Leiter Finanz- und Rechnungswesen, als Prokuristen. Sie sei damit nach wie vor und jederzeit handlungsfähig. Keine Stellungnahme seitens des Klubs Im Moment gelte die Unschuldsvermutung, sagte Dufner. Wildmoser sei weiterhin Präsident. "Solange er nicht verurteilt ist, bleibt das auch so", so der Sportdirektor weiter. "Da es sich um ein schwebendes Verfahren handelt, kann es von Seiten des TSV München von 1860 derzeit keine inhaltliche Stellungnahme zu dem Ermittlungsverfahren geben. Wir bitten hierfür um Verständnis", sagte Geschäftsführer Romeiko. quelle: oe3.at puhhh der hat jetzt Probleme!!! Bei soviel Geld muss ja was schwarz gehn!!