Kahn will die Bayern verlassen Offensichtlich steht der Abschied von Oliver Kahn zur neuen Saison unmittelbar bevor: Nach zehn Jahren und 15 Titeln will Deutschlands Nummer eins den deutschen Rekordmeister Bayern München verlassen und im Ausland eine neue sportliche Herausforderung suchen. Dies erklärte Kahn, der sich derzeit mit der deutschen Nationalmannschaft in Winden im Schwarzwald auf die EURO in Portugal (12. Juni bis 4. Juli) vorbereitet, in einem Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid). ?Es geht mir nicht darum, dass ich gar keine Privatsphäre mehr habe. Damit komme ich schon zurecht, solange es im Rahmen bleibt. Aber: Wenn ich die Möglichkeit hätte, noch einmal zu einem anderen Topverein zu wechseln, dann müsste ich das jetzt zur neuen Saison machen?, sagte Kahn, der bereits am Sonntagabend die Bayern-Führung von seinen Plänen unterrichten wollte. Als Flucht vor dem öffentlichen Druck in Deutschland will der 67-malige Nationalspieler einen Wechsel jedoch nicht verstanden wissen. ?Es gibt keine Probleme, vor denen ich flüchten müsste. Ein Wechsel hätte damit rein gar nichts zu tun. Es wäre für mich noch einmal eine neue Herausforderung. Nur darum geht es. Mit allen anderen Dingen muss ich in meiner Position umgehen können?, sagte der dreimalige Welttorhüter. Für Kahn, der 308 Bundesliga- und 95 Europapokalspiele für die Münchner absolviert und mit den Bayern fast alles gewonnen hat, kommt allerdings nur ein Spitzenverein im Ausland in Frage: ?Wenn ich sage, ich möchte noch einmal Champions-League-Sieger werden und die Meisterschaft gewinnen, dann könnte es nur ein absoluter Topklub sein. Wenn es diese Möglichkeit gibt, dann nur noch jetzt in diesem Sommer.? Dass der FC Bayern ihm einen Wechsel verbauen könnte, glaubt Kahn nicht: ?Ich glaube nicht, dass es an der Ablösesumme oder anderen Dingen scheitern würde.? Kahn spielt seit 1994 bei den Münchnern und steht noch bis zum 30. Juni 2006 beim FC Bayern, wo er anschließend ins Management einsteigen sollte, unter Vertrag. Der Rekordmeister wollte sich am Montag zu den Plänen des Keepers nicht äußern. Perfekt: Sammer beerbt Magath Der VfB Stuttgart hat Matthias Sammer als Nachfolger des zu Bayern München abgewanderten Trainers Felix Magath verpflichtet. Dies wurde am Montagmittag von Seiten des VfB bestätigt. Der 36-Jährige hatte sich am Pfingstsonntag mit Borussia Dortmund auf eine vorzeitige Auflösung des bis 2006 datierten Vertrages geeinigt. Ex-Nationalspieler Sammer hatte 1992 als Spieler mit dem VfB die Meisterschaft gefeiert und in 63 Spielen für die Schwaben zwischen 1990 und 1992 insgesamt 20 Tore erzielt. Sammer wird am Montagnachmittag um 14 Uhr im Hotel ?Am Schlossgarten? als neuer VfB-Coach präsentiert. Sammer erhält bei den Schwaben einen Dreijahres-Vertrag bis 2007. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Felix Magath wird Sammer lediglich den Posten des Cheftrainers bekleiden und nicht zugleich als Teammanager fungieren. Diesen Aufgabenbereich werden aller Voraussicht nach Jochen Schneider (33, Assistent der Geschäftsleitung) und Herbert Briem (46, Chefscout) bekleiden. Offen hingegen ist noch, ob Krassimir Balakov weiterhin als Assistenztrainer arbeiten wird. Im Juli 2000 hatte Sammer die Westfalen als Cheftrainer übernommen, nachdem er zuvor zusammen mit Trainerlegende Udo Lattek den BVB vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit bewahrt hatte. 2002 feierte er mit der Borussia die Meisterschaft und stand im gleichen Jahr im UEFA-Cup-Finale (2:3 gegen Feyenoord Rotterdam). www.kicker.de Völler garantiert Platz im Kader München - Lukas Podolksi und Bastian Schweinsteiger dürfen mit der deutschen Nationalmannschaft zur EM nach Portugal reisen. Rudi Völler hat den beiden U-21-Junioren am Montag die beiden letzten Plätze im Kader garantiert. "Die Tendenz geht derzeit sehr stark zu Podolski und Schweinsteiger", sagte der Teamchef. Offiziell will der 44-Jährige seine Entscheidung aber erst nach dem Spielen der A-Mannschaft gegen die Schweiz und dem der U21 gegen Portugal am Mittwoch bekannt geben. www.sport1.de